mehr als wohnen

An der Zukunft bauen

Die Baugenossenschaft mehr als wohnen wurde 2007 von Genossenschaften als Innovations- und Lernplattform für den gemeinnützigen Wohnungsbau gegründet. Es gilt, aus Erfahrungen zu lernen und Impulse weiter zu geben. So entsteht die Stadt der Zukunft. mehr als wohnen ist mit anderen innovativen Genossenschaften Vorreiterin. In zahlreichen Fallstudien wurden breitgefächerte Themen vertieft: vom Einsatz zukunftstauglicher Gebäudetechnologie über sozialnachhaltige Quartierentwicklung bis hin zur Auseinandersetzung mit sozialutopischen Themen. Erkenntnisse werden ausgewertet und dem Fachpublikum und der interessierten Öffentlichkeit auf dieser Website sowie in Fachveranstaltungen zur Verfügung gestellt. 

Laufende Projekte

Forschungsprojekt „Cluster-Wohnungen für baulich und sozial anpassungsfähige Wohnkonzepte einer resilienten Stadtentwicklung"

Dieses Forschungsprojekt wird von der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) sowie der Fachhochschule Potsdam mit Unterstützung des bundesdeutschen Innenministeriums durchgeführt.

Thema des Forschungsprojektes sind Cluster-Wohnungen in verschiedenen Städten als besondere Innovation des gemeinschaftlichen Wohnens. Das Forschungsprojekt untersucht diese noch relativ neue Wohnform, um die besonderen sozialen wie baulichen Qualitäten von Clusterwohnungen für eine nachhaltige und resiliente Stadtentwicklung besser beschreibbar zu machen und um zu prüfen, welche Potentiale bestehen.

Das Hunziker Areal ist dabei eine von acht Fallstudien. Neben der Auswertung von Gebäudedaten werden Bewohner/innen und weitere Expert/innen in Interviews und einer Online-Umfrage befragt.

Nutzung, Zufriedenheit und Lebensqualität im Hunziker Areal

Im Auftrag der Age-Stiftung und der Baugenossenschaft mehr als wohnen führt die ImmoQ GmbH eine Begleitstudie über den neuen Quartierteil auf dem Hunziker Areal durch. Beobachtet wird die Entwicklung in den ersten zwei Jahren nach Bezug. Im Zentrum steht die Frage, wie die Ideen des innovativen Leuchtturmprojekts im Alltag umgesetzt werden und wie die hohen, selbst gesetzten Ziele erreicht werden. Der Fokus liegt dabei auf den gewerblichen Erdgeschossnutzungen, den Allmenden, der Mitwirkung der Bewohnenden und deren Wahrnehmung des Zusammenlebens. Die Erfahrungen, die im Hunziker Areal gemacht werden, sollen für andere Vorhaben nutzbar gemacht werden. Die Begleitstudie soll dieses Wissen systematisch erfassen, themengeleitet auswerten und in geeigneter Form publizieren.

Hunziker Areal als Reallabor für nachhaltige Lebensweisen

Die ETH und die ZHAW entwickeln zusammen mit Quartiergruppen und mehr als wohnen konkrete Interventionen für nachhaltige Lebensweisen und prüfen diese wissenschaftlich. Im Mittelpunkt steht dabei das Thema "Ernährung". Durchgeführt wird das Projekt von der ETH Zürich zusammen mit der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW). Das Projekt wird finanziert durch die Stiftung Mercator Schweiz sowie durch eigene Mittel der beteiligten Institutionen. Das Projekt läuft von Ende 2016 bis Ende 2019. Mehr Informationen zum Projekt finden sich auf der Projektwebsite.

Abgeschlossene Projekte

Weiterführende Informationen zu abgeschlossenen Forschungsprojekten finden Sie unter Dokumente bzw. unter Publikationen

Lebendige Erdgeschosse - Die Gestaltung von Erdgeschosszonen als eigenständige und interdisziplinäre Aufgabe

Im Wunsch nach «lebendigen Erdgeschossen» spiegelt sich die grosse Bedeutung von Erdgeschossnutzungen für den Alltag von Orts- und Quartierzentren. Sie entstehen u.a. im Zusammenspiel von Entwickler/innen, Architekt/innen, Verwaltung und Gewerbetreibenden. Die Publikation «Lebendige Erdgeschosse» setzt sich mit dem Thema analytisch und anhand konkreter Beispiele auseinander, u.a. am Beispiel des Hunziker Areals. Sie entstand in Zusammenarbeit von  mehr als wohnen, der Stadtentwicklung Zürich und der Regionalplanung Zürich und Umgebung (RZU) und ist im September 2018 erschienen.

FHNW-Studie: Fensterlüfter in Wohngebäuden (Sanierung und Neubau)

Die von der FHNW durchgeführte Untersuchung lief von 2016-2017. Es wurden acht sanierte und vier neu errichtete Mehrfamilienhaustypen untersucht. Ziel des Projektes war es, herauszufinden, wie sich eingebaute Fensterlüfter in der Praxis bewähren. Dies wurde über Begehungen der Gebäude, eine Nutzer/innenbefragung und Messungen in ausgewählten Wohnungen realisiert. Mit der Befragung liegen Antworten von 270 Nutzer/innen aus 28 Gebäuden vor, die mit Fensterlüftern und einer Abluftanlage ausgestattet sind. Der Fragebogen bezieht sich auf den Winter und umfasst Fragen zu wohnungsbezogenen Merkmalen, zum Informationsfluss, zu Zufriedenheitsparametern, zum Lüftungsverhalten im Winter sowie zum thermischen Komfort, der Innenraumluftqualität und dem akustischen Komfort. Studie herunterladen.

2000-Watt-Leuchtturm-Areal

Das Hunziker Areal als Leuchtturmprojekt wurde vom Bundesamt für Energie (BFE) unterstützt, weil hier beispielhaft aufgezeigt wird, wie die Energiezukunft der Schweiz aussehen kann. Seit Anfang 2017 gehört das Hunziker Areal zu den fünf ersten, zertifizierten 2000-Watt-Arealen im Betrieb. Im Rahmen dieses Leuchtturmprojekts wurde der Heizwärmebedarf in den 13 Häusern systematisch erfasst und durch eine vorausschauende, selbstoptimierende Regelung der Heizungskurve gesenkt. Dabei wurde die Weiterentwicklung von ökologischen und ökonomischen Lüftungssystemen vorangetrieben, im Einsatz in unterschiedlichen Gebäudetypologien verglichen und deren Auswirkung auf Regelstrategien und den Heizwärmebedarf untersucht. Im Zuge des Forschungsprojektes wurden in bewohnten Wohnungen die CO2-Konzentration, die Raumlufttemperatur und -feuchte erhoben und die Einstellungen optimiert. 

Im Frühjahr 2018 wurde der Schlussbericht veröffentlicht, der sich mit der Erfassung und Optimierung des Energieverbrauchs des Hunziker Areals beschäftigt. Die Ergebnisse dieser Studie liefern wichtige Grundlagen für die Weiterentwicklung der eingesetzten Massnahmen und Produkte sowie relevanter Standards und Normen wie des Minergie-Standards und des «2000-Watt-Areal»-Labels.

Schlussbericht 2018

Infoblatt, Komfortumfrage Hunziker Areal 2017

Zwischenergebnisse 2016, Handout

Zwischenergebnisse 2016, Präsentation

Nachbarschaften in genossenschaftlichen Wohnsiedlungen

Was ist «Nachbarschaft»? Wie wird der Begriff von Bewohnenden verstanden? Wie beeinflussen die Architektur und das gestaltete Umfeld das Zusammenleben? Aus welcher Motivation heraus engagieren sich Bewohnende in Genossenschaften? Solchen und weiteren Fragen widmete sich das Projekt «Nachbarschaften in genossenschaftlichen Wohnsiedlungen», welches die Hochschule Luzern – Soziale Arbeit HSLU mit der Baugenossenschaft mehr als wohnen und 14 weiteren Praxispartnerinnen und -partnern von 2014 bis 2017 durchführte. Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Bevölkerungsentwicklung und räumlicher Verdichtung hat das Thema Nachbarschaft eine neue Aufmerksamkeit erhalten. Genossenschaften haben altbewährte und neue Wege gewählt, um Nachbarschaft gezielt zu fördern. Das breite Erfahrungsspektrum wurde in diesem Forschungsprojekt erstmals ausgewertet. Den Schlussbericht können Sie hier herunterladen.

Nachhaltige städtische Lebensstile

In Zusammenarbeit mit der ETH führte mehr als wohnen 2017 eine Fallstudie zu nachhaltigen Lebensmustern im Hunziker Areal durch. Unterschiedliche inhaltliche Schwerpunkte wurden diskutiert (u.a. der Nexus Ernährung-Ressourcenverbrauch). Die Fallstudie wurde in enger Zusammenarbeit mit der Baugenossenschaft mehr als wohnen, der ETH Zürich und Bewohnenden des Hunziker Areals geplant und durchgeführt. Die Mitwirkung von Quartiergruppen ist zentral, um die langfristige und breite Umsetzung erfolgreicher Experimente zu sichern. Ziel ist es, die Forschung so auszurichten, dass sie relevant für den lokalen Kontext ist und konkrete Wirkung erzielt wird. Ein Mix unterschiedlicher Methoden aus den Sozial- und Naturwissenschaften sowie der Transdisziplinären Forschung wird angewendet. Den Schlussbericht können Sie hier herunterladen.