mehr als wohnen

Eine genossenschaftliche Tradition

Schon in den Anfängen der Genossenschaftsbewegung spielte Kunst eine wichtige Rolle. Die architektonischen, plastischen oder bildnerischen Werke an Genossenschaftssiedlungen brachten zum Ausdruck, dass alle Menschen ein Recht auf Bildung und Kunst und damit Anteil an den zivilisatorischen Errungenschaften der Gesellschaft haben. Auch die Stadt Zürich verpflichtet die Genossenschaften im Rahmen von Baurechtsabgaben, ein halbes Prozent der Bausumme in Kunst und Bau zu investieren. Die Baugenossenschaft mehr als wohnen sieht ihr Engagement als Weiterentwicklung einer langen Tradition. Kunst ist Teil unserer Kultur und ein Beitrag zum Leben in einem Quartier. 

Projektwettbewerb Kunst und Bau: Ein Wandgemälde für das Hunziker Areal

Die Baugenossenschaft mehr als wohnen sucht für das Hunziker Areal in Zürich Nord eine künstlerische Idee und die Umsetzung eines Wandgemäldes auf der Fassadenfläche Ost des Hauses Hagenholzstrasse 106 in 8050 Zürich.

Während auf Fassadenbildern von Genossenschaftssiedlungen in den 1920er Jahren häufig eine Sehnsucht nach der ruralen und harmonischen Welt abgebildet wurde, gilt es heute auszuloten, welche Bildideen im 21. Jahrhundert das gemeinsame, innovative und genossenschaftliche Wohnen und Arbeiten grundsätzlich – und im Hunziker Areal im Speziellen – repräsentieren. Für die Ausführung steht ein Budget von insgesamt CHF 25‘000 zur Verfügung.

  • Eingabeschluss: 31. Mai 2018
  • Jury-Entscheid Anfang Juni 2018
  • Ausführung Wandgemälde: Bis 31. August 2018

Teilnahmeberechtigt sind Kunstschaffende aus allen Sparten. Detaillierte Informationen zur Ausschreibung finden Sie im Wettbewerbsdossier. Für die Verbreitung des Wettbewerbs stehen Interessierten Aushänge im A4 und im A3-Format zur Verfügung.

Ansicht Ostfassade Gebäude Hagenholzstrasse 106 (c) Flurina Rothenberger

message salon embassy Zürich Nord

Vom 12. August 2017 bis 31. Oktober 2018 findet die Phase 3 unseres Auftrags zur Kunst am Bau statt. Die Kunstkommission von mehr als wohnen hat für diese dritte und letzte Etappe die Schweizer Künstlerin und Kuratorin Esther Eppstein gewinnen können. Vorwiegend junge, internationale Kunstschaffende sind als artists in residence eingeladen, auf dem Hunziker Areal für jeweils drei Monate zu leben und zu arbeiten. Die Galerie am Dialogweg 6 ist in dieser Zeit die message salon embassy, Künstleratelier und gelegentlichen auch ein Veranstaltungsraum. Es finden öffentliche Präsentationen, Zusammenkünfte, Performances oder Künstlergespräche statt. 

Artists in Residence: 

21. August bis 5. November 2017: Sandro Sulaberidze und Ninutsa Shatberashvili, Art Collective Obscura, Tiflis (Georgien)

12. November 2017 bis 28. Januar 2018: Rafał Pierzyński, divas (Polen)

5. Februar bis 22. April 2018: Daniela Palimariu, Sandwich Gallery, Bukarest (Rumänien)

30. April bis 15. Juli 2018: Desislava Pancheva, Hip Hip Library, Sofia (Bulgarien)

23. Juli bis 7. Oktober 2018: Adnan Softić, Hamburg (Deutschland)

Social Urban Zone SUZ

Das Kunstprojekt Social Urban Zone von Frank und Patrik Riklin ist im Hunziker Areal installiert und sorgt für eine alltägliche Verunüblichung des Alltags. Mehr zur Social Urban Zone erfahren Sie unter diesem Link.

Foto AfS, Patrik Riklin

mehr als kunst von Kafi Freitag

2011 bis 2014 betrieb Kafi Freitag im Auftrag der Baugenossenschaft mehr als wohnen den Blog MEHR ALS KUNST. Während der Entstehungs- und Bauphase des Hunziker Areals bloggte und kommentierte die Künstlerin die Geschehnisse und zeigte der Öffentlichkeit ihren Blick auf das, was sich in Zürich-Leutschenbach entwickelte.