Die baugenossenschaft mehr als wohnen erstellt bis Ende 2013 auf dem Hunziker-Areal in Zürich Nord ein neues Stadtquartier mit rund 450 Wohnungen und vielfältigen Infrastrukturen. Es richtet sich nach den Zielen der 2000-Watt-Gesellschaft. Schon der Prozess der Planung beschreitet neue Wege und ist ein Innovations-Labor für den gemeinnützigen Wohnungsbau.
Aktuelle Meldungen aus dem Projekt Hunziker:
14. Juli 2010: Der Gemeinderat hat das Baurecht für unser Projekt erteilt und ein Überbrückungsdarlehen gewährt
Mit 94 gegen 21 Stimmen hat der Gemeinderat gestern Abend die Baurechtserteilung an die baugenossenschaft mehr als wohnen genehmigt. Die Gegenstimmen stammten von der SVP, während alle anderen Parteien geschlossen und diskussionslos zustimmten. Die SVP beklagte das autoarme Wohnen und prognostizierte eine „Ghettoisierung“. Das Land solle verkauft, statt im Baurecht abgegeben werden. SP-Sprecherin Jacqueline Badran rechnete hingegen vor, dass die Stadt allein an den Baurechtszinsen CHF ¼ Milliarde verdienen werde und dann immer noch im Besitz des Landes sei. Jetzt läuft eine Referendumsfrist von 30 Tagen.
Weisung des Stadtrats zum Baurechtsvertrag vom 03.02.2010
Zuvor hatte der Gemeinderat, ebenfalls mit einem grossem Mehr, einem verzinslichen Darlehen von CHF 1.9 Millionen an mehr als wohnen zugestimmt. Es dient der Überbrückung bis zum Abschluss ordentlicher Bankfinanzierungen.
22. Juni 2010: Die Generalversammlung beschliesst einen Kredit von CHF 180 Mio. zur Realisierung der Überbauung auf dem Hunziker-Areal
Der (einstimmig gefällte) Entscheid wurde schon in diesem frühen Zeitpunkt nötig, um mit einem Bankenkonsortium die Finanzierung zu regeln. Weitere voraussichtliche Mitfinanzierer sind der Fonds de Roulement, die Pensionskasse der Stadt Zürich und die kantonale Wohnbauförderung.
Die GV genehmigte ausserdem Jahresbericht und –rechnung und wählte Roger Ryffel (Vitasana) und Lorenz Meng (Gewobag) in den Vorstand.
Vor dem Beschluss über den Kredit liess sich die GV über den Stand der Arbeiten am Vorprojekt orientieren. Zum Beispiel sind jetzt die Erdgeschossnutzungen klar definiert (siehe Bild oben, für eine grössere Ansicht bitte anklicken).
Der Echoraum 5 vom 15. Juni diskutierte und bewertete Ideen zu Bau und Betrieb
Sämtliche Ideen, die aus früheren Anlässen und Diskussionen von Themengruppen hervorgegangen und noch nicht in das Projekt eingeflossen sind, wurden am fünften Echoraum vom 15. Juni 2010 nochmals präsentiert, diskutiert und mit Punkten bewertet. Die bewerteten Ideen sind aufgeschaltet auf > Mitgestalten > Themen + Ideen. Die Geschäftsleitung wird die Ideen zum geeigneten Zeitpunkt bearbeiten und jene Personen beiziehen, die sich am Echoraum dafür eingesetzt und gemeldet haben.
Am fünften Echoraum haben erstmals auch mehrere an einer Wohnung Interessierte teilgenommen.
Juni 2010: Bio-Produkte direkt vom Bauern zu den Bewohner/innen?
Ist es denkbar, die Bewohnenden der Siedlung Hunziker regelmässig sowie günstiger als beim Grossverteiler mit Bio-Produkten von Bauern der Region zu versorgen? Studierende der Fachhochschule Nordwestschweiz haben die Nachfrage, das Angebot, die Kosten und die logistischen Fragen geklärt und einen detailreichen Bericht verfasst. Die baugenossenschaft mehr als wohnen wird etwa 2011 entscheiden müssen, ob sie das Projekt einer solchen Vertragslandwirtschaft realisieren will.
Ausführlicher Bericht der FHNW zu Vertragslandwirtschaft
Kurz-Präsentation der FHNW zu Vertragslandwirtschaft
Mai 2010: „Häuser im Dialog – Ein Quartier entsteht“
Unter diesem Titel haben die federführenden Architekten ein kleines Regelwerk zu den städtebaulichen Leitlinien des Projekts publiziert. Die 64-seitige Broschüre kann solange vorrätig bei der Geschäftsstelle bestellt werden. Die sechs Regeln im Überblick finden sich im Dokument Regelwerk.
30. März 2010: Innovative Ideen zur Gebäudehülle und –technik
Rund 40 Interessierte haben im Rahmen eines Echoraums zusammen mit den Architekten die Ideen zur Gebäudehülle und –technik, die am Markt der wegweisenden Ideen vom 12. November präsentiert wurden, vertieft diskutiert. Die wichtigsten Erkenntnisse der Arbeitsgruppen sollen jetzt in die Planung des Vorprojekts einfliessen. Doch entscheidender als clevere technische Lösungen ist das Verhalten der Bewohnerinnen und Bewohner. Dies zeigte auch die einführende Präsentation durch einen Fachplaner:
Präsentation Werner Waldhauser 30.03.10
Newsletter 9 Gebäudehülle und -technik
3. Februar 2010: Der Stadtrat beantragt dem Gemeinderat die Erteilung des Baurechts
Der Baurechtsvertrag wurde im Einvernehmen mit der baugenossenschaft mehr als wohnen ausgehandelt. Vorbehältlich der Bauabrechnung beträgt der Baurechtszins jährlich CHF 1.034 Mio. Wenn der Gemeinderat zustimmt und keine Rekurse eingehen, kann der Bau Mitte 2011 begonnen werden.
Medienmitteilung des Finanzdepartementes
12. November 2009: Erfolgreicher Markt der wegweisenden Ideen
Die baugenossenschaft mehr als wohnen versteht sich als Innovationsplattform für den gemeinnützigen Wohnungsbau. Der Bau der Siedlung in Zürich-Leutschenbach bietet Gelegenheit, wegweisende – auch experimentelle – Konzepte und Ideen in verschiedensten Bereichen zu realisieren. Zu diesem Zweck hat die Baugenossenschaft Forschungsinstitute, Verbände, Institutionen und Firmen eingeladen, ihre Vorschläge am Markt der wegweisenden Ideen zu präsentieren. Die besten Ideen sollen ins Bauvorhaben einfliessen. Rund 130 Interessierte haben am 12. November in engagierten Diskussionen die Möglichkeiten dieser Vorschläge ausgelotet. (Foto: Ursula Meisser)
Liste der Teilnehmenden und deren Ideen
24.September 2009: Das Projekt 1 nimmt Formen an
Im Dialog mit der Baugenossenschaft haben die vier siegreichen Architekturbüros des Projektwettbewerbes vom Frühling 2009 ihre Vorschläge weiterentwickelt. In einem intensiven Prozess sind sie zu überzeugenden Lösungen gekommen.
Visualisierung und Pläne
Medienmitteilung